• Um sich zum Millionär zu sparen, brauchen Sie eine ausreichend hohe Rendite und Durchhaltevermögen.Bar Release Yung Date Sneaker 1 Orange adidas B37613 Detroit Nmnv80w
  • In der Vergangenheit waren mit langfristig angelegten Investments in die 30 DAX-Aktien jährliche Wertsteigerungen von durchschnittlich 8,6 Prozent zu erzielen.
  • Für den Vermögensaufbau sind thesaurierende Fonds die beste Wahl.
  • Alle eingesparten Kosten verbessern Ihre Erträge. Investieren Sie deshalb in günstige ETFs statt in aktive Aktienfonds und nutzen Sie ein gebührenfreies Online-Depot mit niedrigen Orderkosten.

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Ratgeber / Finanzen

Bild: ©Kzenon/fotolia.com / Text: Verivox

+++ Dieser Text wird regelmäßig aktualisiert. Die folgenden Informationen entsprechen dem aktuellen Stand im März 2019. +++

Für immer ausgesorgt, nie wieder Geldsorgen – Millionär werden. Für viele Menschen ist das ein Lebenstraum. Es gibt mehr als einen Weg zum großen Reichtum: Einige Millionäre haben ihr Vermögen geerbt, Selfmade-Millionäre sind oft Gründer erfolgreicher Unternehmen. Doch auch durch fleißiges Sparen können Sie Millionär werden. Dafür brauchen Sie zweierlei: Ausdauer und eine gute Rendite. Doch wie viel Geld müssen Sie für Ihr Millionen-Ziel monatlich zurücklegen – und wie lange? Wir haben nachgerechnet.

Zum Ratgeber: Wie soll ich 100.000 Euro anlegen?

Drei Faktoren für maximalen Sparerfolg

Die Eintrittskarte in den Club der Millionäre ist nicht leicht zu lösen. Wenn Sie im Laufe Ihres Lebens nicht mit einer hohen Erbschaft rechnen können und sich auch nicht auf einen Sechser im Lotto verlassen wollen, müssen Sie selbst aktiv werden. Doch nicht jeder hat eine zündende Geschäftsidee und das nötige Know-how, um mit einem eigenen Unternehmen ein Vermögen zu verdienen und reich zu werden.

Dann ist Sparen Ihre beste Chance. Damit Sie Ihr Millionen-Ziel erreichen, müssen drei Faktoren optimal zusammenwirken:

  • Sie brauchen eine Anlage mit ordentlichen Erträgen, damit sich Ihr Geld und das angesparte Vermögen zügig vermehren.
  • Sie brauchen genügend Zeit und müssen Ihre Sparanstrengungen über viele Jahre durchhalten. Zum Selfmade-Millionär werden Sie nicht über Nacht.
  • Sie brauchen einen ausreichend hohen monatlichen Überschuss, den Sie beiseitelegen und investieren können.

100 Euro monatlich anlegen: Vermögensbildung mit kleinen Sparbeträgen

Legen Sie Ihr Geld in Aktien an

Wer auf solide Gewinne angewiesen ist, kommt um die Börse und eine Anlage in Aktien nicht herum. Für sichere Einlagen auf dem Sparbuch etwa gewähren die deutschen Banken in der aktuellen Niedrigzinsphase nur noch 0,14 Prozent Zinsen. In den letzten 15 Jahren waren es im Schnitt immerhin 1,32 Prozent. Doch das ist immer noch zu wenig, um Millionär zu werden. Sie müssten 40 Jahre lang jeden Monat über 1.600 Euro zurücklegen, um mit diesem Zinssatz eine Million Euro anzusparen. Das ist nicht realistisch.

Vier Grundregeln für die Geldanlage an der Börse

Höhere Erträge verspricht ein Investment in Aktien. Sie sollten aber nicht alles auf eine Karte setzen und einfach beliebige Aktien oder Fonds kaufen. Beachten Sie bei Ihrer Geldanlage vier Grundregeln, um Risiken zu reduzieren und Ihre Renditeaussichten zu verbessern:

Regel 1: Auf eine breite Streuung achten
Einige Aktien haben ihren Kurswert in den letzten Jahren vervielfacht. Lassen Sie sich von solch famosen Börsen-Storys nicht blenden. Es gibt genügend Gegenbeispiele von vielversprechenden Unternehmen, deren Aktienkurs wider Erwarten irgendwann einbrach. Investitionen in einzelne Aktien sind immer riskant. Mit Aktienfonds oder börsengehandelten Indexfonds – so genannten ETFs – streuen Sie Ihre Geldanlage automatisch über viele verschiedene Finanzwerte. Damit machen Sie sich vom Kursverlauf einer einzelnen bestimmten Aktie unabhängiger.

Regel 2: Langer Anlagehorizont reduziert Verlustrisiken
„Kaufen und liegen lassen“, lautete einer der Leitsätze von Börsen-Koryphäe André Kostolany. Zurecht, wie Daten des Deutschen Aktieninstituts bestätigen: Wer in die 30 Standardwerte des DAX investiert und seine Anteile mindestens 15 Jahre lang gehalten hat, musste bislang niemals Verluste hinnehmen. In den letzten 15 Jahren betrug die durchschnittliche Jahresrendite 6,7 Prozent – trotz zwischenzeitlicher Kurseinbrüche während der Finanzkrise. Wichtig ist also ein langfristiger Anlagehorizont, damit Sie einen möglichen Crash aussitzen können. So reduzieren Sie Verlustrisiken und profitieren dennoch vom Renditepotenzial einer Aktienanlage.

> Checkliste Geldanlage (PDF)

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Regel 3: Alle Kosten gehen zulasten Ihrer Gewinne
Alle anfallenden Kosten schmälern Ihre Gewinne. Das sollten Sie berücksichtigen – bei der Auswahl Ihrer Fonds ebenso wie bei der Wahl des Wertpapierdepots.

Viele aktiv verwaltete Aktienfonds sind teuer. Jährliche Gebühren von 2 Prozent des Kurswerts sind nicht selten. Das müssen Sie erst einmal wieder hereinholen. ETFs kommen mit einem Bruchteil der Kosten aus (meist 0,1 bis 0,5 Prozent im Jahr). Sie werden nicht aktiv gemanagt, sondern bilden einen der großen Indizes eins zu ein nach – zum Beispiel den DAX, den Dow Jones oder den MSCI World. Nur wenige aktiv verwaltete Fonds schneiden auf Dauer besser ab als ihr Vergleichsindex. Mit einem ETF haben Sie also ebenso gute Gewinnaussichten bei deutlich niedrigeren Kosten.

Der zweite wichtige Kostenfaktor ist das Wertpapierdepot. Große niedergelassene Banken verlangen in der Regel jährliche Depotgebühren – meist einen bestimmten prozentualen Anteil vom Depotvolumen. Bei einem Millionen-Euro-Depot summieren sich die jährlichen Gebühren leicht auf fünfstellige Summen. Bei einem kostenlosen Online-Depot fallen diese Kosten nicht an. Auch die Orderkosten sind hier in der Regel deutlich niedriger als bei Filialbanken – insbesondere für ETFs. Einige Anbieter verzichten bei ETF-Sparplänen komplett auf Ordergebühren.

Zum Ratgeber: Depotübertrag – in drei Schritten zum Depotwechsel?

Regel 4: Gewinne und Dividenden gleich wieder reinvestieren
Achten Sie bei der Auswahl des Fonds darauf, dass Gewinne und Dividenden nicht ausgeschüttet, sondern gleich wieder angelegt werden. Diese sogenannten thesaurierenden ETFs sind für den Vermögensaufbau die beste Wahl. Durch die wiederangelegten Dividenden und Gewinne entsteht eine Dynamik, die mit dem Zinseszins-Effekt vergleichbar ist. Künftige Wertsteigerungen des Fonds wirken nicht nur auf das ursprüngliche, sondern zusätzlich auch auf das bislang hinzugewonnene Kapital. Dadurch wächst Ihr Vermögen deutlich schneller und Sie erreichen Ihr Millionen-Ziel in kürzerer Zeit.

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Wie schnell können Sie Millionär werden?

Doch wie lange genau dauert es, bis Sie mit dieser Methode Millionär werden? Und wie viel Geld müssen Sie dafür monatlich zurücklegen? Beides hängt von mehreren Einflussfaktoren ab – zum Beispiel von der Rendite, die sie in Zukunft erzielen können, und von der Besteuerung Ihrer Gewinne.

Wie jede Prognose unterliegt unsere Millionen-Rechnung also bestimmten Grundannahmen:

Annahme 1: Sie wollen Euro-Millionär werden
Dollar-Millionär zu werden, reicht Ihnen nicht. Ihr Ziel ist ein Vermögen von einer Million Euro. 

Annahme 2: 8,6 Prozent Jahresrendite
In unserer Modellrechnung nehmen wir an, dass Sie Ihr Geld in einen thesaurierenden ETF anlegen, der den DAX nachbildet. Dabei rechnen wir mit 8,6 Prozent Kursanstieg im Jahr. Das entspricht der historisch durchschnittlichen Jahresrendite beim regelmäßigen Aktien-Sparen auf den DAX über einen sehr langen Zeitraum von über 30 Jahren.

Annahme 3: Besteuerung nach heutigen Regeln
Wir gehen davon aus, dass Sie über den gesamten Anlagezeitraum nach den heute geltenden Regeln Steuern zahlen. Auf Ihre Gewinne führen Sie 26,375 Prozent Abgeltungssteuer inklusive Solidaritätszuschlag ab, wobei 30 Prozent des Gewinns wegen der Teilfreistellung unversteuert bleiben. Die Kirchensteuer bleibt in unserer Rechnung unberücksichtigt.

Annahme 4: Sparraten steigen mit dem Lohn
Bei steigendem Lohn können Sie anteilig auch Ihre monatlichen Sparraten erhöhen. Seit der Jahrtausendwende sind die Nettolöhne in Deutschland jedes Jahr im Schnitt um 2,6 Prozent gestiegen. Um diesen Prozentsatz erhöhen wir in unserer Rechnung auch die Sparraten einmal im Jahr.

So sparen Sie sich zum Millionär

Unter diesen Voraussetzungen hängt es nur noch von der Dauer der Ansparphase ab, wie viel Sie monatlich beiseitelegen müssen. Die folgende Tabelle zeigt die benötigten anfänglichen Raten je nach Dauer der Sparphase:

Um in 30 Jahren Millionär zu werden, müssten Sie monatlich über 586 Euro investieren. Das können sich die Wenigsten leisten. Halten Sie Ihre Sparbemühungen aber nur 10 Jahre länger durch, müssen Sie pro Monat nicht einmal mehr halb so viel beiseitelegen. Dann genügt schon eine anfängliche Sparrate von gut 246 Euro.

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Außerdem müssen Sie umso weniger Geld selbst einzahlen, je länger die Sparphase dauert. Den Rest erwirtschaften Sie über die Rendite. Wer sich 40 Jahre Zeit lässt, muss über 110.000 Euro weniger aus eigener Tasche aufbringen als Anleger, die in nur 30 Jahren Millionär werden wollen.

Mit Blick auf die Ergebnisse wird Eines deutlich: Der Weg zum Selfmade-Millionär ist lang. Fangen Sie also am besten möglichst früh an, regelmäßig Geld zurückzulegen. Dann bleibt Ihnen auch noch genügend Zeit, Ihren Reichtum zu genießen.

Inflation nagt an der Million

Wie viel Ihr erspartes Vermögen später einmal wert sein wird, hängt davon ab, wie sich die Inflation in Zukunft entwickelt. In den letzten 25 Jahren lag die jährliche Teuerungsrate bei durchschnittlich 1,5 Prozent. Bei einer konstanten Inflation in dieser Höhe hätte eine Million Euro in 40 Jahren noch eine Kaufkraft wie 551.000 Euro heute. Immer noch genug Geld, um Ihren Lebensabend befreit von finanziellen Sorgen in Reichtum genießen zu können.

Realzins: Das macht die Inflation aus Ihrem Tages- und Festgeld

Wie exklusiv ist der „Club der Millionäre“?

Aktuell gibt es in Deutschland übrigens 1,365 Millionen Millionäre. Das geht aus dem World Wealth Report 2018 hervor, einer jährlich erscheinenden Studie der Unternehmensberatung Capgemini. Allerdings weist die Studie nur Dollar-Millionäre aus. Beim aktuellen Wechselkurs würde dafür bereits ein Vermögen von rund 880.000 Euro genügen.

Außerdem zählt die Capgemini-Studie zu den Millionären auch Inhaber einer Firma im Privatbesitz, deren Vermögen zum überwiegenden Teil im Unternehmen gebunden ist. Die Zahl derer, die über ein Millionen-Euro-Vermögen tatsächlich verfügen können, dürfte also noch um einiges niedriger sein, als es der World Wealth Report ausweist. Wenn Sie über viele Jahre sparen und Ihr Geld renditestark anlegen, könnten Sie eines Tages dazugehören.

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